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Grundsätzlich läuft die Geistestätigkeit des Menschen überwiegend unbewusst ab. Das bewusste Denken hat nur eine Kapazität von 70 Bit in der Sekunde, das unbewusste Denken dagegen hat die Fähigkeit, 11 Millionen Bit in der Sekunde zu verarbeiten (Spitzer, 2006). Hypnose ermöglicht einen erweiterten bewussten Zugriff auf das unbewusste Denken.


Hypnose ist eine Kommunikationskunst, die die Fähigkeit zur Trance – einem angeborenen Bewusstseinszustand des Menschen – aktiviert und nutzt, damit das Bewusstsein mit dem Unbewussten kommunizieren und sein Wissen, sein Können und seine Kreativität zur Lösung einbringen kann. Sie ist ihrem Wesen nach fokussierte Aufmerksamkeit, ein Zustand, in dem der Geist nach innen auf das eigene Denken, Fühlen und Erleben gerichtet wird. Dadurch kommt es zu einer funktionellen geistigen Dissoziation (Janet, 1925), die einen Trancezustand bewirkt.


Hypnose gibt es, seitdem es Menschen gibt. Die Fähigkeit zur Trance und die Fähigkeit, sie auszulösen sind angeboren. Alle Menschen aller Kulturen nutzen sie seit alters her unter den verschiedensten Namen.


Beispiele für Alltagstrance: Sie fahren Auto und können sich anschließend an Teile der Strecke nicht mehr erinnern. Sie tagträumen. Sie beten. Sie fixieren beim Zahnarzt einen Punkt, um sich zu entspannen und den Schmerz besser aushalten zu können. Sportler führen „Mentales Training“ durch, Manager setzen „Willpower“ oder „Neurolinguistisches Programmieren“ ein, Psychoanalytiker nutzen „Freies Assoziieren“ usw.