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Hypnose hat als eines der ältesten Heilverfahren eine lange Tradition und ihre Bedeutung wird in der modernen Psychotherapie, Medizin und Zahnmedizin zunehmend wiederentdeckt. Doch führt ihre magisch-mystische Vergangenheit heute noch häufig zu Vorurteilen. So wird angenommen, dass der eigene Wille in irgendeiner Form ausgeschaltet wird und die Kontrolle verloren geht oder aufgegeben werden muss. In der modernen Hypnotherapie geht es aber weder um "Übernatürliches" noch um "Showhypnose", sondern darum, auf die helfenden und klärenden Kräfte des Unbewussten zu bauen, denn dieses stellt die Quelle ungenutzter Ressourcen. Rationales Denken kann den Lösungsspielraum begrenzen, dagegen reagiert der Organismus in Trance automatisch und ohne vernunftgesteuerte Analyse.


In der Medizin gibt es Hypnose seit über 230 Jahren, nachdem der deutsche Arzt Franz Anton Mesmer sie aus dem religiösen Rahmen in die Medizin überführte. Sein Gutachten über die "Teufelsaustreibungen" des Pater Gassner für die Bayerische Staatsregierung gilt als die Geburtsstunde der Hypnose und der aus ihr hervorgehenden Psychotherapie. Der englische Augenarzt James Braid operierte als Erster einen Patienten schmerzfrei, während dieser sich in Hypnose befand; er gab dieser Methode 1841 den modernen Namen "HYPNOSE".


Der amerikanische Psychiater und Hypnoseforscher Milton H. Erickson (1901–1980) leitete die weltweit anhaltende Renaissance der HYPNOSE ein.